Was kann die Apple Watch?

Nach der Vorstellung am 9. September bei der Apple Keynote, stellt sich uns die Frage: Was kann die Apple Watch eigentlich und inwiefern hebt sie sich von anderen Smartwatches auf dem Markt ab?

Apple Watch

Zu allererst fällt das ungewöhnliche Design auf. So ist das oben sichtbare „Ziffernblatt“ derzeit wohl noch das Aushängeschild, wenn es um die Watch geht. Dieses zeigt viele verschiedene kleine Apps und soll sohl die Wandelbarkeit der Watch ausdrücken. Prinzipiell ist das Stichwort Wandelbarkeit an dieser Stelle wohl genau das richtige, denn Tim Cook erwähnte auf der Keynote unter anderem, dass es die Watch in zwei verschiedenen Größen (mit 38 Millimetern und 42 Millimetern Durchmesser) gibt und, dass es prinzipiell drei verschiedene Versionen gibt, die sich unglaublich variabel zusammenstellen lassen:

  • Die erste Edition heißt ganz schlicht einfach Watch. Das Gehäuse ist aus Edelstahl und für die Front wird Saphirglas verwendet.
  • Die zweite Edition ist eine Variante für den Sportgebrauch und nennt sich daher auch so: Watch Sport. Das Gehäuse besteht aus Aluminium und die Front besitzt Ion-X Glas. Das Armband ist scheinbar aus Silikon. Hier dürfte das Hauptaugenmerk auf der Reduzierung von Gewicht der Armbanduhr gelegen haben.
  • Die dritte Variante ist eine High-Class Variante und besteht aus 18 karätigem Gold. Je nach Farbwunsch wird hier entweder Gelb- oder Roségold verwendet. Apple hat hier den Namen Watch Edition vergeben.

Apple Watch VariantenDigital Crown

Apple hat sich hier etwas besonderes einfallen lassen, um sich von seiner Konkurrenz abzuheben: Die sogenannte Digital Crown wurde als Rädchen an die Seite der Uhr angebracht – und die Watch lässt damit ein analog gesteuertes Zoomen, Scrollen, Navigieren und Bedienen zu. Apple versucht hier die digitale Entwicklung mit dem guten Ruf der klassischen Uhrenelemente und dessen Handwerkskunst zu verbinden. Der Fingerdruck auf die Digital Crown ist analog zum Homebutton bei anderen Apple-Geräten und holt den Benutzer auf den Homescreen zurück. Wie man es von anderen Smartwatches gewohnt ist, lässt sich auch die Apple Watch im Bezug auf Farbschemata, Anordnung der Apps, Ziffernblätter und Widgets individuell verändern.

Spezielle Funktionen

Neben der Digital Crown besitzt die Apple Watch auch ein paar weitere Funktionen, die andere smarte Armbanduhren bislang nicht haben – über die Sinnhaftigkeit lässt sich jedoch teilweise durchaus streiten.
Die bereits seit dem iPhone 4s bekannte Sprachsoftware Siri ist mit an Bord, sodass sich die Uhr über die Sprache steuern lässt – Antworten kann man dabei wohl nicht erwarten, da diese abgespeckte Version keine Sprachausgabe besitzt.
Man kann über die sogenannte Doodle-Funktion selbstgemalte Zeichnungen an seine Freunde senden, die auch eine Watch besitzen. Außerdem kann man Vibrationsfolgen an seine Freunde senden, die deren Watch dann ausgibt. Diese zwei Features sind wohl eher Spielereien und hier besteht definitiv die Frage, wozu man solche Funktionen überhaupt braucht.
Dagegen ist der eingebaute Herzfrequenzmesser mit Sicherheit nicht ganz unnütz. So hat man eine Übersicht über seinen Puls – die Bewegung des Users wird über die Watch ohnehin gemessen – und kann in Kombinationen mit dem iPhone und den Apps Health und Fitness einen Teil zu seiner intakten Gesundheit beitragen – oder zumindest seine Bewegungsaktivitäten messen und beobachten.
Eingehende Telefonate kann man über die Watch abwickeln. Man kann diese annehmen, aufs iPhone umleiten oder sogar direkt mit der Watch telefonieren. Das funktioniert über ein eingebautes Mikrofon und einen Lautsprecher, der auch in verhältnismäßig guter Qualität Musik wiedergeben kann.

Kommunikation mit anderen Geräten

Apple Watch Kommunikation

Andere Geräte wie zum Beispiel das iPhone, der iPod oder das iPad – durchaus aber auch Apple TV – lassen sich in gewisser Hinsicht durch die Watch fernsteuern. Über Kalendereinträge, Nachrichten und verpasste Anrufe wird man über die Uhr aufgeklärt und kann diese teilweise sogar direkt bearbeiten – etwa Nachrichten mit der eingebauten Funktion von Direktantworten, die aus Vorschlägen bestehen, die die Watch durch intelligente Algorithmen errechnet und ausgibt.

Fazit

Bezüglich der Akkulaufzeit gibt es leider noch keine Informationen, aber diese stellt ein gewöhnliches Problem bei den marktüblichen Smartwatches dar. Falls Apple dieses gelöst hätte, wäre dies mit Sicherheit auf der Keynote bekannt gegeben worden. Deshalb lässt sich vermuten, dass der Akku ca. einen Tag hält.
Auf die Funktionen bezogen gibt es wohl keine wirklichen Innovationen – insgesamt erscheint die Watch eher wie ein Spielzeug als wie ein nützliches Gadget. Designtechnisch ist sie jedoch ein wenig variabler als die Konkurrenz. Mit einem Einführungspreis von ca. 350,- Dollar ist die Watch im Vergleich unglaublich teuer. Die Watch Edition wird es zu diesem Preis mit Sicherheit nicht geben. Das Gerät erscheint Anfang 2015 und Apple hat bis dahin ja noch ein wenig Zeit, sein Watch OS und die zugehörige Software zu optimieren, sodass wir vielleicht bei Markteinführung auf eine etwas revolutionärere Uhr hoffen können, als das was wir bisher gesehen haben.

Hier könnt ihr noch ein nettes HandsOn-Video der Apple Watch betrachten:

 

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